Junge Mode im Überblick
Spielend zu den ersten Must Haves
Kleinkinder lassen sich von ihrer Mami widerstandslos das anziehen, was sie liebevoll gekauft und bereitgelegt hat. Sollte man meinen. Ist aber oft gar nicht so. Schon viele Zweieinhalbjährige weigern sich nämlich mit äußerst großem Erfolg, sich gewisse Kleidungsstücke überstreifen zu lassen. Zugegeben mit einem ausgeprägten Geschmackssinn hat das wahrscheinlich nichts zu tun. Viel eher spielt da doch das Trotzalter noch eine größere Rolle. Aber, und nur das zählt, der kleine Dickkopf hat sich schon jetzt in Modebelangen durchgesetzt. Ganz sicher geht es aber im Kindergarten mit den Modefragen los. Nämlich dann, wenn die Kinder sehen, was ihre Spielkameraden so tragen. Was Lukas, Sophie und Co. anhat, will man eben auch - koste es was, es wolle. Der Vergleich mit den anderen löst irgendwie einen übermächtigen kindlichen Will-Haben-Reflex aus, nach dem sich die meisten Eltern dann zähneknirschend richten. Und sei es nur, um den Familienfrieden wieder herzustellen. Im Kindergartenalter spielen Marken und Logos noch gar keine Rolle. Vier- bis Sechsjährige reagieren vor allem auf bunte, freche, lustige oder coole Cartoon-Figuren, die sie aus diversen Zeichentricksendungen kennen. Besonders Winnie Pooh-, SpongeBob- oder Hello Kitty-Prints auf allen möglichen Kleidungsstücken lassen die Herzen kleiner Jungs und Mädchen höher schlagen.
Den Stars nachgeshoppt
Schulkinder, vor allem Teenager, sind modetechnisch immer auf dem neuesten Stand. Was stylemäßig angesagt ist, wird von diversen Jugendzeitschriften, Promi-Internet-Portalen, Musikvideos oder den guten alten amerikanischen Fernsehserien genau abgeschaut. Ab jetzt werden Markenklamotten mit dem gewissen Starappeal immer wichtiger. Was coole Highschool-Kids im Fernsehen tragen, ist im wahren Leben heiß begehrt. Darum können die Looks auch leicht nachgeshoppt werden. Merchandising nennt sich das im Fachjargon und lässt viele Eltern verzweifeln. Denn passend zu Erfolgsserien werden Modelinien auf den Markt geworfen, und die Kids dürfen sich überteuertes Zeug made by ihrem Lieblingsstar von ihrem Taschengeld kaufen. Leider dauert die Halbwertszeit solcher Kleidungsstücke nie besonders lange. Was heute Morgen in ist, kann am gleichen Abend schon wieder gnadenlos out sein. Mode von Stardesignern schafft es immer öfter in die Kleiderschränke junger Erwachsener. So funktioniert's: Wenn die großen Meister ihre Prêt-à-porter-Entwürfe auf den Laufstegen der Modemetropolen präsentieren, haben Journalisten die Aufgabe über die gezeigten Kollektionen zu schwärmen und sie begehrt zu machen. Danach wird die Ware in Designerläden, leider für Normalsterbliche unfinanzierbar, angeboten. Wer warten will, shoppt die gehypten Looks etwas später in leistbaren Bekleidungsketten nach. Nämlich genau dann, wenn ein Gastdesigner "zufällig" eingeladen wurde, eine limitierte Kollektion zu entwerfen.
Basics mit Langzeitwirkung
Wenn man ganz unbeeinflusst von der Umwelt entscheiden könnte, was man so tragen möchte, würde eigentlich eine gut zusammengestellte Basisgarderobe reichen, um klamottenmäßig unfallfrei durchs Leben zu kommen. Zunächst braucht man zweifelsohne einen riesigen Vorrat an T-Shirts. Klassische weiße Baumwollshirts haben kein modisches Ablaufdatum und sind deshalb verlässliche Kombipartner. Leicht tailliert für die Mädels und ruhig etwas weiter geschnitten für die Jungs - passt einfach immer. Für den modischen Touch wird die T-Shirt-Sammlung durch zwei bis drei bunte Versionen mit dekorativen Prints, die jede Saison neu aufgelegt werden, ergänzt. Soll es eleganter werden, ersetzen weiße Blusen oder Hemden schon mal die eher sportlichen Shirts. Zeitlose Stücke sitzen perfekt an den Schultern und sind absolut clean, also ohne Rüschen, Spitzen oder anderen Applikationen. Was Beinkleider betrifft, sind Jeans die einzig wahren Klassiker. Ein Modell, das die Figur perfekt formt, ist sein Geld auf jeden Fall wert, da es praktisch ein Leben lang getragen werden kann. In der kalten Jahreszeit sind Leder- und Daunenjacken die idealen Wärmespender. Besonders Leder macht lange Freude, da es erst abgenützt und mit viel Patina total cool aussieht. Was Schuhe betrifft, sollte man natürlich Sneaker, Schnürer, Loafers, Ballerinas, Sandalen und wadenhohe Stiefel im Schrank haben.